
Goldsommer
2. Platz des DeLiA-Literaturpreises für den
schönsten deutschsprachigen Liebesroman 2012
Schwarzwald 1940:
Amrei ist gerade erst 14 Jahre alt, als Vater und Bruder in den Zweiten Weltkrieg ziehen und sie zurücklassen. Notgedrungen kümmert sie sich um Haus und Hof, ihren kleinen Neffen und eine demenzkranke Frau. Unbemerkt beherbergt sie auch einen enflohenen, britischen Kriegsgefangenen, der ihr das Leben rettet und dem sie anschließend zur Flucht verhilft. Nach Kriegsende beschließt Amrei, eine Reitpension zu eröffnen. Unter den ersten Gästen ist Tom, der sich stark zu der burschikosen und doch so reizvollen Frau hingezogen fühlt. Und dann taucht ein weiterer, unverhoffter Besucher auf. Während Amrei eine Entscheidung treffen muss, trachtet jemand nach dem Leben ihres Neffen...
Ein vielschichtiger Roman, der ein lebendiges Bild vom Deutschland der Nachkriegszeit zeichnet.
Presse- Leserstimmen:
Ein Denkmal für die Frauen ohne Jugend
Februar 2011
Christian Döring
Goldsommer (Gebundene Ausgabe)
In schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht Elisabeth Büchle ihre Romane bei Gerth Medien und hat sich inzwischen eine ziemlich große Fangemeinde damit geschaffen. Kein Wunder, denn auch im vorliegenden neuen Roman »Goldsommer« vereinigt sie wieder alle nötigen Zutaten, die nach literarischer Verarbeitungszeit eine wunderschöne Geschichte ergeben.
Amrei ist die Romanheldin. So gut wie auf keiner Seite dieses dicken Wälzers gibt sie die Regie aus der Hand. Schon seit Beginn des zweiten Weltkrieges steht sie praktisch allein auf dem Bauernhof und trägt als noch sehr junges Mädchen alle Verantwortung allein.
Ihr Bruder und ihr Vater kämpfen an der Front. Ihre Schwägerin ist eine unnahbare Frau die sich nicht gern die Finger schmutzig macht. Der kleine Sohn hängt viel lieber an Amrei. Diese versucht den Hof aufrecht zu erhalten. Sie trägt eine Last die schier unglaubliches von ihr verlangt und doch hält Amrei durch. Sie ist oft im nahegelgenen Lazarett und hilft bei der Pflege der verwundeten Soldaten, sie übersteht eine versuchte Vergewaltigung, sie versteckt einen flüchtigen englischen Soldaten und sie nimmt eine immer wieder mal verwirrte ältere Frau auf dem Hof auf. Bei all dieser Last geschehen immer wieder auch Zeichen und Wunder im Alltag die dazu beitragen, dass Amrei diese schwere Zeit übersteht.
Wieder einmal macht Elisabeth Büchle es mir sehr schwer ihr Buch in eine bestimmte Genre - Schublade zu stecken. Sie ist zwar die deutsche Königin der christlichen Liebesromane, aber damit wird man diesem vorliegenden Roman längst nicht mehr gerecht. Zugleich ist dieses Buch ein lebendiges Geschichtsbuch und eine Lehrstunde für das Verhalten der Menschen zueinander. Wie schnell landen Menschen in Schubladen und werden einfach so abgestempelt, dies geschah zu Amreis Zeiten ebenso wie heute.
Beinah kriminalistisch wird es als eines Nachts Amreis Schwägerin plötzlich das Haus für immer verlässt. Es beginnt eine neue Erzählebene neben der vertrauten Geschichte über Amrei, aber es erwächst nun auch eine große Gefahr um ihren kleinen Neffen.
Mit diesem äußerst spannenden Buch setzt Elisabeth Büchle all den Frauen ein Denkmal, die wegen des Krieges nie eine unbeschwerte Jugend hatten und die das Leben lange Zeit ohne Männer zu meistern hatten.
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März 2011
Von Vogelbeobachter
Goldsommer (Gebundene Ausgabe)
Elisabeth Büchle ist wieder ein spannender Roman gelungen, bei dem man insbesondere mit der Hauptfigur bis zum Schluß mitfiebert. Der Hauptteil der Erzählung spielt Anfang der 50er Jahre im Schwarzwald, nachdem man in den ersten Kapiteln etwas über die Erlebnisse der Heldin in den Kriegsjahren erfährt. Schon im Alter von 14 Jahren muss Amrei die Hauptverantwortung für einen Bauernhof übernehmen. Die Kämpfe und Spannungen prägen die junge Frau, die als Mittzwanzigerin zwar mit Fleiß und Tatkraft die Grundlage für die weitere Existenz gelegt hat, aber auch zu einer Außenseiterin geworden ist. Trotzdem ist das burschikose Mädchen zweifelsfrei eine Sympathieträgerin und die Sprödigkeit gegenüber den Männern, die in ihr Leben treten, hat ihren Charme.
Auch in anderen Figuren, z.B. im Bruder von Amrei, der erst nach langer Kriegsgefangenschaft heimkehrt, werden Tragik und Verwerfungen, die durch die Kriegsjahre entstehen, deutlich.
Trotz allem gibts auch immer einen Schimmer von “Heiler Welt” in diesem Roman. Amrei möchte den Hof zu einem Reiter- und Ferienhof ausbauen und empfängt die ersten Gäste: Wirtschaftswunder und große Welt lassen schon grüßen und der Mann, dem man evtl. zutrauen könnte, das Herz der Heldin zu erobern, repräsentiert den Flair der großen Welt, obwohl er sich Amrei zuliebe redlich bemüht, sich den Erfordernissen des Landlebens anzupassen.
Die helle Seite dieses Romans ist nicht rosarot verkitscht, aber doch ausreichend aufgehübscht, dass man gerne eintaucht. Es ist ein phantasievoller Unterhaltungsroman mit glaubwürdigen, angenehmen Charakteren, durchaus sogar Tendenzen zu psychologischem Tiefgang. Die Autorin wagt sich aber auch an bedrückende Szenen, die die Probleme der Zeit an persönlichen Schicksalen deutlich machen.Ja, und es gibt eine beinahe dämonisch anmutende Schurkengestalt in diesem Buch, die eigentlich kolportagehaft überzeichnet wirkte, wenn man nicht aufgrund geschichtlicher Ereignisse zum Schluß kommen muss, dass solche Unmenschen tatsächlich ihr Wesen getrieben haben müssen.
Fazit: gute Spannungsliteratur mit Stoff zum Nachdenken und Mitfühlen.
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März 2011
Von Elisabeth Thomas
Goldsommer.
… lese ich mal wieder ein Buch von Elisabeth Büchle!
Und der Goldsommer “hat es in sich”!
Das Buch spielt in der Nachkriegszeit. Die Jahr 1940 - 1945 werden in 5 Seiten kurz behandelt.
Danach geht es um die Problematik, als alleinstehende Frau (mit einem Jungen und einer Oma) nach dem Krieg eine Pferdepension aufzubauen.
Der Humor und auch die Romantik / Liebe kommen in diesem Buch natürlich nicht zu kurz ….
Zum Schluß steht ein kurzer, aber sehr passender geistlicher Input.
Meine Empfindungen beim Lesen dieses Buches:
- Jeglicher Besuch / Telefonate / die anfallenden Arbeiten einer Hausfrau waren mehr als lästig
- Es fiel mir sehr schwer, dieses Buch abends aus der Haus zu legen
- Ab Mitte des Buches stieg die Spannung ins Unermessliche!
- Amrei hat einen ziemlich eigensinnigen Kopf, was zu lustigen Dialogen / Begebenheiten führt und mich zum lauten Lachen oder leisen Schmunzeln veranlassten
- Die Oma Wanner ist eine so liebenswerte Person ich habe sie richtig ins Herz geschlossen
- Wer ist denn nun der Richtige für Amrei? Der … oder der …?
- Wann haben sie sich denn endlich!
- Der Herr xxxx (Name wird nicht verraten) ist richtig “fies”!
Der “Goldsommer” ……
… ein “Muss” für den Roman - Leser, der gern gut recherchierte und kurzweilig / spannend / humorvoll geschriebene Bücher liest.
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Goldsommer Buchvorstellung EFK Chrischona
21.4.2011 von Elisabeth.
Goldsommer
Elisabeth Büchle
Es ist der fünfte Roman der erfolgreichen deutschen
Autorin. Meiner Ansicht nach ist ihr dieser
im Vergleich zu den vorhergehenden am
besten gelungen. Wie gewohnt ist er eine Mischung
aus historischer Geschichte, Glaube und
Liebe.
Annemarie, oder einfach kurz Amrei, muss mit
14 Jahren den elterlichen Hof übernehmen, da
sowohl ihr Vater wie auch ihr Bruder in den
Krieg eingezogen wurden. Die verspielte Amrei
schafft, was keiner ihr zutraute. Mit unermüdlichem
Einsatz gelingt es ihr, den Hof weiter zu
bewirtschaften und daneben die Pferdezucht
vor der Armee zu verbergen. Feinfühlig schildert
die Autorin die Zwiespälte von Verlust,
Treue, dem eigenem Überleben und der Sehnsucht
danach, dass Vater und Bruder nach Hause
kommen mögen, um ihr die ganze Last wieder
ab zu nehmen. Neben Amrei lebt noch ihre
geheimnisumwobene Schwägerin, die sich stur
weigert, Amrei mehr zu helfen als sie unbedingt
für notwendig hält, und deren Sohn, dem gegenüber
sich seine Mutter so seltsam gleichgültig
verhält, auf dem Bauernhof.
Amrei hat ein grosses schönes Herz, wenn sie
es auch hinter schroffen Worten verborgen hält,
um sich selber zu schützen. So kommt es, dass
später auch noch eine alte, verwirrte Frau zu
ihnen auf den Hof zieht, was Amrei schliesslich
das Leben rettet. Amrei, deren Glaube immer
irgendwo da ist, wenn er auch zwischendurch
voller Vorwürfe gegenüber dem Gott ist, der
das alles zulässt, hat für die Zeit nach dem
Krieg grosse Pläne mit ihrem Hof. Wird es ihr
gelingen, eine Pension daraus zu machen? Werden
die Gäste kommen und sich wohl fühlen?
Wird sie den Test der grossen Reiseagentur bestehen
und ihre Unterstützung, auf die sie so
dringend angewiesen ist, erhalten?
Das Historische tritt in diesem Roman etwas in
den Hintergrund. Vom Krieg wird nicht viel erzählt,
dahingegen von den Heimkehrern die seelisch,
physisch und psychisch so kaputt waren,
dass sie sogar begannen, ihre eigenen Familien,
nach denen sie sich ja jahrelang gesehnt hatten,
zu tyrannisieren, weil sie mit den vorgefundenen
Veränderungen einfach nicht klar kamen. Was in
ihrer Erinnerung weiter gelebt hatte, war durch
den Krieg genauso in Mitleidenschaft gezogen
worden, wie ihr eigenes Leben.
Die Pferdeamrei, wie Amrei wegen ihrer grossen
Pferdekenntnisse auch genannt wird, ersetzte im
Krieg den Tierarzt und erlangte so einen grossen
Ruf. Als dann nach dem Krieg eine Tierärztin,
eine Frau!, auftaucht lassen einige diese Frau
nicht an ihre Tiere heran und rufen stattdessen
weiterhin die Pferdeamrei. So schildert Elisabeth
Büchle auf humorvolle und doch ernste Weise die
vielen Konflikte der damaligen Zeit.
Mit den Männern ihrer Zeit hat Amrei auch so
ihre Konflikte, die einen wollen ihr ans Leben, ein
anderer will ihr die Jungfräulichkeit rauben, wieder
ein anderer hilft ihr verbotenerweise bei der
Stallarbeit. Einer will ihre Träume zum Platzen
bringen und schliesslich, ja schliesslich verlieben
sich auch noch zwei Männer gleichzeitig in sie,
die davon erst gar nichts bemerkt, weil sie Männern
gegenüber durch und durch misstrauisch
geworden war.
Doch am Ende kommt alles gut. Dieser Roman
entspricht ganz meinem Geschmack. Der kriminalistische
Tatsch treibt die Story auf die Spitze
und das Thema Nachkrieg kommt noch mal richtig
stark zum Zug, wenn auch auf eine Art die
einem echt unter die Haut geht. Die Kernaussagen
finde ich gewaltig und einsame Spitze. Neben
all dem entwickelt es sogar eine therapeutische
Wirkung für solche, die Ähnliches wie Amrei
erlebt haben oder für generell misstrauische Personen.
Und lieber Leser, wer hat schon nicht selber
erlebt, wie man von anderen verurteilt wurde,
ohne dass diese sich die Mühe gemacht hätten,
nach den näheren Umständen zu fragen?
Diesem grossen Thema ist der gesamte Roman
unterstellt und es lohnt sich nur schon deswegen,
sich auf „Goldsommer“ einzulassen.
Ich empfehle also diesen Roman wärmstens und
zwar nicht nur Frauen, sondern auch Männern.
Es ist ein richtiger „Hängematten-Roman“; abschalten,
in einer anderen Welt versinken und
trotzdem etwas für das eigene Sein daraus gewinnen.
Viel Vergnügen beim Lesen von „Goldsommer“
wünscht Ihnen
Gabriela Birchmeier, Filialleiterin
Brunnen Bibelpanorama Schaffhausen
Goldsommer Buchvorstellung EFK Chrischona
21.4.2011 von Elisabeth.
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Ein Buch mit Herz, Humor und Spannung
Juni 2011
Von E. Kornelsen für amazon
Goldsommer (Gebundene Ausgabe)
Auch dieses Buch von Elisabeth Büchle hat mich eine Nacht gekostet. Einmal angefangen, konnte ich es nicht mehr zur Seite legen und musste es bis zu letzt in einem Rutsch durchlesen.
Die Charaktere dieses Buches sind einzigartig und bringen Charme und Humor in dieses spannende Buch.
Da ist zunächst Amrei, eine taffe junge Frau, die ihre Überzeugungen lebt egal was über sie geredet wird. Sie schafft es sich durchzusetzen und ihre Ziele zu verwirklichen, auch wenn es sie viel Arbeit und Überwindung kostet.
Auch Oma Wanner, eine liebenswerte alte Frau, die eigentlich ziemlich durcheinander ist und mit ihrer Schusseligkeit viel Grund zum Schmunzeln dem Leser verschafft, wächst einem ins Herz. Außerdem kommen mit ihr Herzlichkeit und Wärme ins Buch.
Und dann ist da noch Tom, ein Stadtbursche, der das Leben von der leichten Seite nimmt und eigentlich nicht scharf auf Arbeit ist.
Er und Amrei sind eine explosive Mischung und Wortgefechte und Humor sind vorprogrammiert.
Hinzu kommt noch, dass ein Geheimnis gibt, dass immer deutlicher zu Tage tritt und Gefahr und Spannung in das Buch bringen.
Gut, dass am Ende alle Geheimnisse gelüftet werden und Menschen zueinander finden.
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E-Mail Newsletter der PSM / 2011
In Elisabeth Büchle neuen Roman „Goldsommer“ befasst sich die Autorin mit dem Thema, wie die Menschen in der Nachkriegszeit miteinander umgehen. Hinterfragen sie die Handlungsweisen der Mitmenschen oder beurteilen sie sie nach den Meinungen anderer?
Amrei muss sich schon in sehr jungen Jahren alleine um Haus und Hof kümmern, da ihr Vater und Bruder in den Krieg gezogen sind. Die Menschen in ihrem Umfeld machen ihr das Leben nicht gerade leicht. Als sie auch noch beschließt auf dem Hof eine Reitpension zu eröffnen, muss sie sich so einigen Herausforderungen stellen.
Wie Amrei sich ihrer Angst vor Beziehungen stellt und auch ihr zwischenmenschlicher Umgang mit den Menschen wird in dem Roman spannend erzählt. Den Roman legt man nicht so schnell wieder aus der Hand.
Das Buch regt einen sehr zum Nachdenken an, es ist sehr spannend und eine Spur von Romantik ist auch noch mit dabei.
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Rezensionen auf Lovelybooks
Presse/Interviews
Sechs Romane in sechs Jahren
Von Ingrid Kohler
Trossingen. Seit dem 24. Februar ist er im Handel – der neue Roman von Elisabeth Büchle mit dem Titel „Goldsommer“. Es ist der sechste Roman der Trossinger Buchautorin und Mutter von fünf Kindern, der in nur sechs Jahren veröffentlicht wurde.
„Es war kalt und hatte geschneit, als das erste Paket mit den ersten Büchern bei mir ankam“ sagt Elisabeth Büchle. Das Cover in kräftigen Farben steigerte die Freude auf den Sommer und nicht zuletzt „ weil es das erste Buch ist, das auch meinen gewählten Titel trägt“. Überrascht wurde Elisabeth Büchle aber bereits zwei Wochen zuvor: „Am 16. Februar habe ich offiziell bestätigt bekommen, dass von den Lesern beim Verlag Gerth Medien mein Roman „Das Mädchen aus Herrnhut“ zum Buch des Jahres 2010 gewählt wurde“.
Dass die vielschreibende Autorin mit ihrem neuen Roman „Goldsommer“ auf bestem Wege ist, ihre „Leseratten“ erneut in den Bann zu ziehen, zeigt eine am Erscheinungstag erfolgte Rezession von Christian Döring, der Elisabeth Büchle als „die deutsche Königin der christlichen Liebesromane“ beschreibt, doch damit werde man dem Roman „Goldsommer“ längst nicht mehr gerecht „Dieses Buch ist ein lebendiges Geschichtsbuch und eine Lehrstunde für das Verhalten der Menschen zueinander“, schreibt Christian Döring und „in Goldsommer vereinigt Elisabeth Büchle wieder alle nötigen Zutaten, die nach literarischer Verarbeitungszeit eine wunderschöne Geschichte ergeben“. Mit dem äußerst spannenden Buch setze die Autorin all den Frauen ein Denkmal, die wegen des Krieges nie eine unbeschwerte Jugend hatten und die das Leben lange Zeit ohne Männer zu meistern hatten.
Diese Rezession machte die Trossingerin schon etwas stolz und sie schrieb in ihrem Blog „Ihr dürft mich jetzt eure Hoheit nennen“. Sie wisse nicht genau, ob Christian Döring einen „Narren an mir gefressen hat, aber er rezensiert viel und ich habe auch schon sehr kritische Rezensionen von ihm gesehen“.
Es sei ihr äußert wichtig gewesen, in ihrem 480 Seiten (!) dicken Roman „keine Kriegsgeschichte, sondern dem Leser ein lebendiges Bild von Deutschland in der Nachkriegszeit zu geben“, wobei Handlung und die Personen im Gegensatz zu früheren Roman frei erfunden seien.
Die Vielschreiberin aus Trossingen arbeitet derzeit mit Handicap; seit Wochen leidet sie an einer Entzündung einer Sehne beim Daumengrundgelenk. „Keine guten Aussichten für jemanden, der gerade so viele Ideen für neue Manuskripte im Kopf hat und darauf brennt, diese niederzuschreiben“, seufzt Elisabeth Büchle. „Das Schreiben und das Überarbeiten bereits fertiger Manuskripte läuft derzeit im Schneckentempo“. Allerdings: Den Abgabetermin für das bereits 2008 geschriebene Manuskript für den im Jahr 2012 erscheinenden siebenten Roman (offizieller Arbeitstitel: Stern am Horizont) hat der Verlag auf April 2011 gelegt. Das wird Elisabeth Büchle trotz Bandagierung schaffen.
Doch zunächst lädt die Autorin ein zur ersten Lesung von „Goldsommer. Der vielschichtige Roman zeigt Deutschland der Nachkriegszeit mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, beginnt aber im Jahr 1940 im Schwarzwald: Amrei ist gerade erst 14 Jahre alt, als Vater und Bruder in den Zweiten Weltkrieg ziehen und sie zurücklassen. Notgedrungen kümmert sie sich um Haus und Hof, ihren kleinen Neffen und eine demenzkranke Frau. Unbemerkt beherbergt sie auch einen entflohenen, britischen Kriegsgefangenen, der ihr das Leben rettet und dem sie anschließend zur Flucht verhilft. Nach Kriegsende beschließt Amrei, eine Reitpension zu eröffnen. Unter den ersten Gästen ist Tom, der sich stark zu der burschikosen und doch so reizvollen Frau hingezogen fühlt. Und dann taucht ein weiterer, unverhoffter Besucher auf. Während Amrei eine Entscheidung treffen muss, trachtet jemand nach dem Leben ihres Neffen.
Die Lesung mit der Autorin Elisabeth Büchle beginnt am Freitag, 18. März um 19 Uhr in der Stadtbücherei Trossingen.
»Nicht gerne in einer Genre-Schublade«
Von Rainer Buck 16.03.2011 für sound7.de
Elisabeth Büchle hat mit »Goldsommer« (Gerth Medien) wieder einen spannenden Roman mit geschichtlichem Hintergrund vorgelegt. Sie führt ihre Leser diesmal in den südlichen Schwarzwald und in die Nachkriegszeit. Da sie eine sehr produktive Schriftstellerin ist und mit ihren bisherigen Büchern einige Fans in unserer Literatur-Redaktion hat, ist sie die erste Autorin, die bereits zum zweiten Mal zum SOUND7.DE-Autorengespräch gebeten wird.
In einer Amazon-Rezension bist du als die »Königin des christlichen Liebesromans« bezeichnet worden, wird künftig »Elisabeth I.« oder gar »Sissy« auf den Covern deiner Bücher stehen?
Trotz dieser »Adelung« habe ich beschlossen, meinen bürgerlichen Namen beizubehalten. Allerdings musst Du - wegen dieser Interview-Frage - ab sofort »Eure Hoheit« zu mir sagen!
Okay, eine seriösere Frage gleich nachgeschoben: Ich könnte mir vorstellen, das Attribut »christliche Liebesromanautorin« klingt dir selbst etwas zu zahm und süßlich?
Christliche Liebesromanautorin klingt meines Erachtens nur zahm und süßlich aufgrund des »Liebes« vor dem Wort Roman. Ein Roman selbst kann ungemein vielfältig daherkommen und auch die eine oder andere thematische Überraschung parat halten. Und genau darum bemühe ich mich.
Mir geht es nicht in erster Linie darum, die Liebesbeziehung zweier Menschen zu erzählen. Spannung und Action gehören in meinen Büchern ebenso dazu, wie ein gut recherchierter geschichtlicher Hintergrund und zwischenmenschliche Beziehungen. Gerne packe ich auch Fragen des Alltags- und Glaubenslebens der Menschen an, allerdings ohne tief psychologisch zu werden. Immerhin sollen die Leser noch ihren Spaß beim Schmökern haben. Der Rezensent, den Du angesprochen hast, hat gut erkannt, dass ich mich nicht gerne in eine Genre-Schublade stecken lasse.
Wieder beschäftigt Dich in einem Roman die Kriegs- und Nachkriegszeit. Konntest Du dabei auf Zeitzeugenberichte zurückgreifen?
Meine beiden Großmütter, die ich noch viele Jahre lang kennen durfte und die teilweise beide Kriege miterleben mussten, und auch meine Eltern haben die Nachkriegszeit erlebt. Manches Mal genügten mir schon Bruchstücke ihrer Erzählungen oder ein bestimmtes, ihnen eigenes Verhaltensmuster, die mir diese Zeit ein bisschen näher brachten. Die Jahre des beginnenden Wirtschaftswunders sind ja noch nicht so extrem lange her, sodass es gute Literatur oder auch für meine Zwecke sehr informative Filme über diese Zeit gibt.
Gerne bringst du in deinen Büchern ja eine Botschaft unter. Ohne zu viel zu verraten, erfüllt »Goldsommer« unter der spannenden Oberfläche auch wieder ein christliches Leitthema?
In »Goldsommer« habe ich unter anderem eine Thematik angepackt, die mir persönlich sehr am Herzen liegt und alle Gesellschaftsschichten betrifft. Provokant ausgedrückt geht es um Rufmord.
Ich denke, jeder von uns hat schon miterlebt, wie sich Gerüchte, ob versehentlich oder absichtlich gestreut, plötzlich wie eine Lawine verselbstständigen – und Opfer zurücklassen.
Mein Anliegen in diesem Roman ist es, die Leser für diese Problematik zu sensibilisieren. Wie reagiere ich, wenn mir »etwas« zugetragen wird? Erzähle ich es weiter und mein Gesprächspartner tut das auch, wobei die Geschichte nach und nach ausgeschmückt wird und immer abstrusere Formen annimmt oder greife ich – unserem Zeitalter entsprechend, zum Telefonhörer, setze mich ins Auto oder nutze die modernen Medien wie facebook und E-Mail und spreche den Betroffenen an? Frage ich ihn, was denn bei ihm los sei und lasse mir die Begebenheit aus seiner eigenen Sicht erklären? Dabei könnte sich einiges klären!
In der Zeit Amreis, der Heldin des »Goldsommer«-Romans, waren die Wege zur Kommunikation noch weiter und komplizierter als jetzt – und dennoch geschieht heute noch immer genau dieselbe Misere! Ich hoffe, die Leser lassen sich bereitwillig in die Geschichte hineinziehen, um so manches Aha-Erlebnis zu haben. In diesem Zusammenhang freue ich mich übrigens auf die kommenden Lesungen und die damit verbundenen Gespräche.
Facebook- und Blogkommentaren entnehme ich, dass du durchaus auch jüngere Leute ansprichst. Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, dir ein Jugendbuchprojekt nahezulegen? Könntest du dir den Wechsel des Genres vorstellen?
Zum einen denke ich, sind meine Romane durchaus jugendtauglich. Eine FSK-Empfehlung wurde noch nie ausgesprochen (lacht). Aus diesem Grund habe ich vermutlich auch diese große Leserspanne, die bei etwa 12 Jahren beginnt und oberhalb der 90 endet.
Da ich, wie vorhin schon gesagt, keine Schubladen-Autorin bin, kann ich mir reine Jugend-, ja sogar auch Kinderprojekte durchaus vorstellen, allerdings keinen vollständigen Wechsel in diese Genres.
Über deinen Blog gewährst du Einblicke in die Schreibwerkstatt und dein persönliches Umfeld. Man hat den Eindruck, du hast auch über das Medium Buch hinaus Freude an der Kommunikation mit deinem Publikum. Ist das mit der Zeit gewachsen. Schreiber(-innen) gelten ja oft eher als introvertierte Typen.
Ein gutes Beispiel dafür, wie Gott Menschen verändern kann, bin ich selbst. Ich bin eigentlich schüchtern und nicht eben mit sehr viel Selbstvertrauen ausgestattet. Hätte man mir vor Jahren gesagt, dass ich einmal Lesungen halte, im Radio und TV zu hören und sehen sein werde, hätte ich wohl lauthals gelacht.
Aber ich schätze meine Leser und die Zuhörer bei Lesungen sehr, ebenso wie ihre lobende, aber auch konstruktive Kritik. Nur in dieser Interaktion lerne ich – ob nun beim Schreiben oder auch persönlich. Der Austausch mit den Menschen inspiriert mich und lässt mich wachsen und reifen, und ich hoffe, dies durch meine Bücher zurückgeben zu können.
Ich danke Eurer Hoheit für das Gespräch.
Und so ein gutes Buch ist Elisabeth Büchle mit “Goldsommer” gelungen.
Die Geschichte um die 14 jährigen Amrei und ihre Reiterhofpension ist spannend erzählt, mit tiefgehender Sicht auf die Probleme der Frauen im und nach dem 2. Weltkrieg, ohne dabei den gut recherchierten Hintergrund aufdringlich zu finden.
Die Protagonisten sind sympathisch, realistisch dargestellt und wirken sehr lebendig. Jeder einzelne Charakter hat seinen eigenen unverwechselbaren Charme.
Und bei der Hauptprotagonistin Amrei ertappt man sich immer wieder dabei, wie man mit ihr mitfühlt, mitleidet und sich mitfreut.
Eine Frau, die das harte Leben geprägt hat, sie stachlig und widerspenstig machte, aber mit viel Herz und mit viel wärmender Liebe für ihre zusammengefürfelte Familie.
Der einfach Schreibstil, und das ist kein Kritikpunkt, macht das lesen zum Vergnügen, fliegt man doch förmlich durch die Seiten.
Gespickt mit einigen humoristischen Einlagen schmunzelt man oft vor sich hin. So sind die Dialoge zwischen der burschikos wirkenden Amrei und dem anfangs aroganten Tom wirklich ein Genuss.
Untermalt wird die Geschichte mit einer bildhaften Sprache, welche die Autorin perfekt beherrscht und welche man regelrecht genießt, fühlt man sich dadurch mitten drin im Geschehen, mitten drin im Schwarzwald mit seiner wunderschönen Landschaft.
Kopfkino erster Güte, versetzte mich die Geschichte praktisch in einen typischen 50er Jahre Film.
Mein Fazit
Ein gelunger Mix aus Lebenserfahrung, Krimi und Liebesgeschichte.
Perfekt in Szene gesetzt, mit Tiefgang spannend erzählt und mit viel Wärme fesselnd geschrieben.
Eine sehr unterhaltsame Geschichte, die im Kopf bleibt und ans Herz geht.
So vermisse ich diese Amrei nach dem Lesen, denn gerade sie ist mir ans Herz gewachsen, wie eine Freundin, von der man nach dem Lesen leider Abschied nehmen muss.
Das war mein erstes Buch dieser Autorin, aber nicht mein letztes.
Vielen Dank für dieses wunderbare Buch!
Meine absolute Leseempfehlung und auf alle Fälle 5 Sterne!