Elisabeth Büchle

Ab Januar 2010

Das Mädchen aus Herrnhut:

Der Historiker Daniel Ritter ist fasziniert von einer Holzfigur, die ein junges Mädchen mit Umhang darstellt. Denn diese Figur gibt einige Rätsel auf.

Ihre Spur führt zurück bis ins Mittelalter und sie ist gesäumt von mysteriösen Todesfällen und seltsamen Verstrickungen. Was verbindet Luise, eine Frau, die im 18. Jahrhundert in der Herrnhuter Gemeinschaft lebte, mit der jungen, modernen Lehrerin Emma Fischer?

Daniel, der schon bald auch von Emma fasziniert ist, macht sich gemeinsam mit ihr an die Nachforschungen. Doch dann geraten beide in große Gefahr ...

Ein vielschichtiger Roman, der in das historische Herrnhut entführt.

Pressestimmen:

Elisabeth Büchle schafft es immer wieder, zu Herzen gehende Geschichten zu erzählen, ohne dabei kitschig zu sein.Außerdem sind ihre Recherchen zum historischen Kontext ihrer Romane hervorragend. Eine wirklich empfehlenswerte und spannende Lektüre einer tollen Autorin.

(Inge Frantzen)

Die neue Büchle hat uns richtig begeistert. Gut und spannend geschrieben, keine Längen, keine Langeweile, die Liebesgeschichte romantisch aber nicht zu schnulzig. Und dann der geschichtliche Spaziergang, wohl recherchiert, durch das historische Herrnhut.

(Buchhandlung Lesen & Leben, Wiesbaden)

„Ein sehr gut recherchierter Roman, in dem der Leser vor allem im ersten Teil einiges über das historische Herrnhut erfährt.“
(sound7.de)

„Eine gelungene Mischung aus Krimi, Mittelalter- und Liebesroman.“
(erf.at)

Pressestimmen:

Elisabeth Büchle: Das Mädchen aus Herrnhut

Die Autorin hat es wieder einmal geschafft, mit ihrem neuen Roman bei mir zu landen. Mit ihrem Bessarabienroman aus dem letzten Jahr hatte sie mich als Bessarabernachfahre ganz besonders beeindruckt. Ihr neuer Roman, der seit wenigen Wochen auf dem Buchmarkt ist, spielt in meinem geliebten Herrnhut, in jenem kleinen Ort im Dreiländereck, in dem ich die schönsten Stunden meiner Jugend verlebte.

 Einzuordnen ist dieses Buch sehr schwer. Es ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Mittelalter- und Liebesroman.

Luise ist im eiskalten Schneesturm zu Fuß auf dem Weg nach Herrnhut. Völlig entkräftet bricht sie am Wegesrand zusammen. Der Schnee bedeckt sie und ganz sicher wäre sie dort erfroren, aber Christian, der Kutscher des Grafen Zinzendorf, findet sie und bringt sie gemeinsam mit dem Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine in Sicherheit. Der Graf nimmt Luise auf. Noch ahnt niemand etwas davon, in welcher Gefahr Luise schwebt. Was hat es mit der geschnitzten Holzfigur auf sich, die Luise so schmerzhaft vermisst? Christian der Kutscher verliebt sich in die inzwischen erblindete Luise. Die beiden heiraten und durchleben viele Schicksalsschläge.

Dann plötzlich aus heiterem Himmel beginnt Elisabeth Büchle eine Geschichte aus dem Jahre 2007 zu erzählen: Ein Bus voller Schüler und Lehrer rollt auf Herrnhut zu, um den Ort zu entdecken. Sehr schön wie die Autorin gemeinsam mit den Schülern für den Leser den Ort erkundet und beschreibt. Seiten vorher wurde der Leser bereits gemeinsam mit Luise in das alte Herrnhut eingeführt. So erlebt der Leser etwas von dem Herrnhut damals und heute. Sehr bald schon wird klar, was die Lehrerin Emma Fischer mit dem Mädchen Luise aus dem 18. Jahrhundert verbindet.

Wieder einmal sorgt die Autorin für ein schönes Leseerlebnis.

(Christian Döring für erf.at)

Elisabeth Büchle: Das Mädchen aus Herrnhut

Roman zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Winter 1731/32: Die junge Frau Luise muss die »Franckeschen Anstalten« in Halle, wo sie als aufgenommenes Findelkind aufwuchs und heute als Dienstmädchen arbeitet, wegen einer kleinen Ungeschicklichkeit verlassen. Da sie keine Familie mehr hat, macht sie sich auf den Weg nach Herrnhut, wo sie hofft aufgenommen zu werden. Sie schafft es bei Eis und Schnee tatsächlich bis in das von Graf Zinzendorf gegründete Herrnhut und wird dort zu Schwester Luise. Sie fühlt sich immer wohler in der von Liebe geprägten Glaubensgemeinschaft, findet eine Aufgabe, die sie ausfüllt, doch dann erleidet sie einen schweren Schicksalsschlag: Sie erblindet nach und nach – zu der damaligen Zeit ein schweres Los. In ihrer Verzweiflung nimmt sie den Heiratsantrag eines der Brüder an, den sie eigentlich gar nicht liebt. Nach und nach gewöhnt sie sich an ihre neue Rolle als Hausfrau, doch ihre Vergangenheit, an die sie sich nur bruchstückhaft erinnern kann, lässt ihr keine Ruhe. Auch ihrem Mann ist klar, dass es in der Vergangenheit seiner Frau ein Geheimnis gibt, das eng zusammenhängt mit einer Statue, die ein junges Mädchen darstellt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Luise entführt wird...

Gut 270 Jahre später macht die junge Emma Fischer, Lehrerin an den Zinzendorfschulen in Königsfeld, mit ihrer Klasse eine Exkursion nach Herrnhut. Dort trifft sie auf den Historiker Daniel Ritter, der Nachforschungen über eine Holzfigur anstellt, die ein junges Mädchen mit einem Umhang darstellt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach der Statue und dem Geheimnis, das sie umgibt. Dabei müssen sie feststellen, dass sie nicht die einzigen sind, die Interesse an der Figur haben, deren Spuren sich bis ins Mittelalter zurück verfolgen lassen. Ein geheimer Mönchsorden sowie mysteriöse Todesfälle sorgen bis zur letzten Seite für Spannung. Zudem stellt sich Emma die Frage, was sie mit Luise, der Frau aus dem 18. Jahrhundert, verbindet. Bald ist sie in großer Gefahr.

Insgesamt ein sehr gut recherchierter Roman, in dem der Leser vor allem im ersten Teil einiges über das historische Herrnhut erfährt.

Bewertung: 81 - 90         Herausragend: Alles stehen und liegen lassen! Kaufen! Lesen!

(Salome Mayer für sound7.deNeuer Büchle-Roman führt ins Historische Herrnhut

Neuer Büchle-Roman führt ins Historische Herrnhut    Von Ingrid Kohler  Trossinger Zeitung

Trossingen - Ihrem Markenzeichen, romantische Liebesgeschichten, eingebettet in gründlich recherchierte historische Zusammenhänge, ist die Autorin auch in ihrem fünfen Roman treu geblieben. Elisabeth Büchle hat in einer Lesung in den Räumen der Gemeinde Gottes in Trossingen ihr noch druckfrisches Werk „Das Mädchen aus Herrnhut“, stimmig umrahmt mit Klassischer Musik mit Geige und Klavier, vorgestellt.

„Die Grundidee für diesen Roman kam dieses mal vom Gerth-Verlag – im Jahr 2010 jährt sich der Todestag von Nikolaus Graf von Zinzendorf zum 250. Mal. So führt Teil 1 des Romans zurück in die Zeit von 1731/32, in eben die Zeit des Grafen von Zinzendorf, dem Erfinder der Herrnhuter Losungen, und Begründer der Herrnhuter Missionshilfe, die noch heute in 17 Ländern auf vier Kontinenten vertreten ist, und der seiner damaligen Zeit weit voraus war“, führte die Autorin in die Lesung ein

Elisabeth Büchle macht in diesem Roman aber erstmals auch einen Sprung in die heutige Zeit, ins Jahr 2007 und zeigt damit das Herrnhut im 21. Jahrhundert auf. Dieser Teil ist füllt etwas zwei Drittel knapp 400-Seiten dicken Romans. Dass sie damit einen „Volltreffer“ bei den Teens gelandet hat, hätten erste Reaktionen von jungen Lesern gezeigt, war von der Autorin zu erfahren.

Elisabeth Büchle hat wie immer tief recherchiert, ist im Februar 2009 nach Herrnhut, dem geschichtsträchtigen Ort in der Oberlausitz – an der Grenze zu Polen und Tschechien – gefahren, bindet aber ebenso die Schüler des Gymnasiums der Zinzendorfschule in Königsfeld im Schwarzwald mit in das Geschehen ein. „Wie in jedem bisherigen Roman habe ich auch im „Mädchen aus Herrnhut“ ein verstecktes Thema eingebaut“, erzählt Elisabeth Büchle „es ist der Umgang mit Leid, das Buch soll auch Mut machen, so wie die Personen im Roman, neue Schritte zu wagen“. Die Verfasserin hat einige Geheimnisse ins Buch verwoben „absichtlich“, sagt sie „es soll ja eine Liebesgeschichte mit Spannungselementen sein“.

Elisabeth Büchle liest aus einigen Kapiteln ihrer zu Herzen gehenden Geschichte, die keineswegs kitschig wirkt und die zahlreichen Zuhörer mitreißt, ja auch betroffen macht, als die schmerzlichen Lebensweg der jungen Luise folgen, die nicht mal ihren Namen kennt. Sie wurde als Findelkind in den „Frankeschen Anstalten“ aufgenommen und musste wegen angeblichem Fehlverhalten als 16-jährige diese widerspruchslos verlassen und ging nach Herrnhut.

Der Zeitsprung ins Jahr 2007 zeigt den Historiker Daniel Ritter, der fasziniert ist von einer Holzfigur, die ein junges Mädchen mit Umhang darstellt. Diese Figur gibt Rätsel auf, und die Spur führt zurück bis ins Mittelalter und ist gesäumt von mysteriösen Todesfällen und einer Menge seltsamer Verstrickungen: Was verbindet Luise, eine Frau, die im 18. Jahrhundert in der Herrnhuter Gemeinschaft lebte, mit der jungen modernen Lehrerin Emma Fischer? Daniel ist schon bald von Emma fasziniert und macht sich gemeinsam mit ihr an die Nachforschungen: Beim Brand in alten Forsthaus im 18. Jahrhundert, bei dem die inzwischen blinde und hilfslose Luise angeblich ums Leben kam, kam auch ein Mann ums Leben, aber wer war dieser Mann, war es ein Mönch? Daniel und Emma lassen bei ihren Recherchen nichts unversucht, geraten dabei aber selbst in große Gefahr. „Das Mädchen von Herrnhut“ – eine spannender Roman zum Zinzendorfjahr 2010.

Aus dem Schul- und Internatsleben Zinzendorfschulen Königsfeld  April 2010

Elisabeth Büchle liest an den Zinzendorfschulen


Neuer Roman der Trossinger Autorin hat engen Bezug zur Brüdergemeine

Wenn ein Roman schon „Das Mädchen aus Herrnhut“ heißt, gibt es eigentlich in der ganzen Region keinen besseren Ort für eine Lesung als den Kleinen Kirchensaal in Königsfeld. Und genau dorthin haben Sr. Agel und Sr. Lütkebohmert-Schilling für die angehenden Erzieherinnen und Erzieher des zweijährigen Berufskollegs für Sozialpädagogik die Trossinger Autorin eingeladen.

Elisabeth Büchle las in einer Doppelstunde spannende Passagen aus ihrem teils historischem Roman, der in zwei Handlungsebenen spielt. Die eine Handlung spielt zur Zeit des Grafen Zinzendorf, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährt, die andere spielt im Hier und Jetzt. Viele historische Orte werden genannt, aber „nicht alles, was vorkommt, ist echt“, warnte Büchle ihre Zuhörerinnen und Zuhörer.


Der Anstoß für diesen Roman hatte ihr Verlag gegeben, erklärte die gelernte Bürokauffrau und Altenpflegerin, die zuvor schon mehrere historische Romane verfasst hatte. „Die schlugen mir vor, ein Buch zu schreiben, in dem Graf Zinzendorf vorkommt.“ Der Namensgeber des Königsfelder Schulwerks hat auch einen kleinen Gastauftritt in dem Krimi, der im Jahr 1732 beginnt.

Bei den Recherchen hat Elisabeth Büchle ein interessantes Detail gefunden, mit dem sie die Geschichte ihrer Protagonistin mit der des Grafen Zinzendorf gut verknüpfen konnte. „Er war nämlich kurzsichtig“, verriet sie den angehenden Erzieherinnen und Erziehern. „Dieses Detail seiner Biographie interessiert vermutlich sonst niemanden, aber ich konnte es in meinem Roman gut verwerten.“ Ihre Heldin Luise teilt nämlich dieses Schicksal mit dem Grafen, Erdmuthe Dorothea Gräfin von Zinzendorf die Symptome der Krankheit erkennt.


Die zweite Handlungsebene spielt im Jahr 2007. In Herrnhut ist gerade eine Schülergruppe der Königsfelder Zinzendorfschulen zu Besuch. Richtig hellhörig wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer der Lesung, als der Name der Lehrerin, die im Roman vorkommt, genannt wurde: Sie hießt Fischer – genau wie der reale Schulpfarrer. Kein Stutzen gab es dagegen, dass sie mit „Schwester“ angeredet wurde und einen Historiker, der ihr über den Weg läuft, „Bruder“ nennt. „Daran merke ich gleich, wo ich lese“, sagte die Autorin.


„Ich bin begeistert, hier lesen zu dürfen“, hatte Elisabeth Büchle schon zu Beginn der Lesung gesagt. Auch entschuldigte sie sich bei ihrem jugendlichen Publikum, dass sie ihnen im Roman auch noch das Fach italienisch aufgeladen habe – „es passte aber so gut.“

Im Anschluss an die Lesung erklärte sie den angehenden Erzieherinnen und Erziehern noch den Weg vom Manuskript zum fertigen Buch. Was sie selbst denn so liest, wollten die Schüler schließlich noch von ihr wissen und erfuhren, dass die Thriller von Dan Brown und die Krimis von Henning Mankell auf der persönlichen Lieblingsliste von Elisabeth Büchle stehen.